05 / Private Equity Advisory

FX-Beratung für Private Equity.

Deal-Hedging, Sign-to-Close, Cross-Border-M&A, Exit-Repatriation — und FX-Due-Diligence beim Kauf von FX-Unternehmen. Wir kennen die FX-Mechanik hinter jedem Schritt im Deal-Lebenszyklus.

Was wir für Private-Equity-Häuser tun

Wir begleiten Private-Equity-Investoren bei allen FX-Themen, die im Deal-Lebenszyklus entstehen — von der Due Diligence über Signing und Closing bis zu Exit und Repatriation. Im Unterschied zu klassischen Corporate-FX-Beratern verstehen wir die Eigenheiten von Transaktionen: einmalige, große Exposures mit klaren Zeitfenstern, kombiniert mit Unsicherheit über den Deal-Abschluss selbst.

Unsere Arbeit ist unabhängig. Wir verkaufen weder Produkte noch erhalten wir Provisionen von Counterparty-Banken. Was wir verkaufen, ist Marktkenntnis und Erfahrung — Stefan Hamberger und Enrico Ferrante haben zusammen knapp 60 Jahre auf FX-Handelsparketten und in eFX-Strukturierung verbracht.

Typische Themen, mit denen Sie zu uns kommen

Deal-Contingent Hedging und Sign-to-Close-Strategien. Sie haben eine Übernahme in Fremdwährung angekündigt, das Closing liegt in 60 oder 120 Tagen, und Sie wollen den Kaufpreis gegen Wechselkursschwankungen absichern — ohne das Risiko, ein Hedge zu halten, falls der Deal nicht zustande kommt. Wir strukturieren das passende Instrument, evaluieren Counterparty-Optionen und verhandeln Konditionen, die zur Deal-Wahrscheinlichkeit passen.

FX-Strategie bei Cross-Border-Akquisitionen. Der Kauf eines britischen Unternehmens durch einen Euro-Fonds, oder umgekehrt, schafft FX-Risiken auf mehreren Ebenen gleichzeitig: Kaufpreis, laufende Cashflows der Zielgesellschaft, eventuelle Kreditfinanzierung in unterschiedlichen Währungen. Wir entwirren das und zeigen, welche Risiken aktiv gemanagt werden müssen — und welche bewusst getragen werden können.

Add-on-Akquisitionen und Bolt-on-Strategien. Sobald ein Portfolio-Unternehmen international wächst, kommen wiederkehrende FX-Themen auf. Wir helfen, ein konsistentes Hedging-Regime über mehrere Add-ons hinweg aufzubauen, statt jede Transaktion einzeln zu behandeln.

Exit-Repatriation und Verkaufserlös-Hedging. Beim Exit eines Investments in fremder Währung entscheidet das FX-Management mit darüber, was beim Investor in der Fondswährung ankommt. Kurzfristige Forwards, optional kombiniert mit Optionen, sichern das Closing-Datum ab — wir kennen die typischen Fallstricke wie verschobene Closings oder unsichere Verkaufspreise.

Fonds-Struktur und FX im Vehikel. Bei Fonds mit gemischten Investor-Klassen (Euro-, USD-, GBP-LPs) ist FX-Management bereits auf Fondsebene relevant. Wir beraten zu Share-Class-Hedging und FX-Reporting für die LP-Kommunikation.

FX-Due-Diligence: wenn das Target selbst FX macht

Ein zweiter, eigenständiger Bereich, in dem wir Private-Equity-Häuser unterstützen: wenn das Akquisitionsziel selbst im FX-Geschäft tätig ist. Beim Kauf von Unternehmen aus den Bereichen FX-Software, FX-Trading, FX-Structuring oder FX-Solutions ist die entscheidende Frage selten rein finanziell — sie ist technisch und marktstrukturell. Genau hier bringen wir das Wissen ein, das ein klassisches Due-Diligence-Team nicht hat.

Wir agieren als Ihr FX-Fachberater im Deal-Team: Wir bewerten, was das Target wirklich wert ist, wo die technischen und regulatorischen Risiken liegen und ob das Geschäftsmodell im FX-Markt von morgen trägt.

Technische Due Diligence der FX-Plattform. Pricing-Engines, Liquiditätsaggregation, Connectivity, Latenz, Risikomanagement-Systeme: Wir prüfen die Architektur des Targets auf Substanz statt Marketing — was ist proprietär, was zugekauft, was technische Schuld, und was lässt sich nach dem Closing tatsächlich skalieren.

Bewertung des FX-Geschäftsmodells. Wie verdient das Target im FX-Markt — Spread-Capture, Internalisierung, STP-Margen, Mehrwertdienste? Wir analysieren die Ertragsqualität, die Abhängigkeit von einzelnen Liquiditätsgebern oder Kunden und die Wettbewerbsposition gegenüber Banken und etablierten Plattformen.

Regulatorik und Counterparty-Setup. FX-nahe Geschäftsmodelle bewegen sich in einem dichten regulatorischen Umfeld (MiFID II, EMIR, BaFin, je nach Modell auch Zahlungsdienste-Lizenzen). Wir identifizieren regulatorische Risiken und Lizenz-Abhängigkeiten, die den Deal-Wert materiell beeinflussen können.

Markt- und Technologietrends. Wir ordnen das Target in die Entwicklung des FX-Markts ein — eFX, algorithmische Ausführung, Crypto-FX, Stablecoins, Embedded FX — und sagen Ihnen, ob Technologie und Team das Geschäft über Ihren Investment-Horizont tragen.

Post-Merger und Buy-and-Build. Nach dem Closing unterstützen wir bei der Integration, der Vendor-Konsolidierung und — bei Buy-and-Build-Thesen — bei der Bewertung weiterer FX-Targets als Add-ons.

Diese Sektor-Expertise ist selten: Wir kombinieren drei Jahrzehnte aktiver FX-Markt- und Technologie-Erfahrung mit dem Verständnis für die Fragen, die ein Investor beim Kauf stellen muss. Sie bekommen einen Berater, der die Motorhaube des Targets öffnet und einordnet, was im Datenraum steht.

Was uns von Alternativen unterscheidet

Im deutschsprachigen Markt sind wir derzeit der einzige unabhängige Anbieter mit dieser Spezialisierung. Internationale Player wie Chatham Financial, Validus oder MillTechFX kommen aus dem angelsächsischen Raum, mit entsprechender Geschäftslogik und Sprache. Wir sind in der DACH-Region und Italien zu Hause, sprechen Deutsch, Englisch und Italienisch, und verstehen die hiesige Bankenlandschaft sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen (EMIR, MiFID II, BaFin) aus der Praxis.

Wir kommen vom Trading Floor. Stefan war fast drei Jahrzehnte FX-Sales und FX-Strukturierer bei großen europäischen Banken (BNP, Dresdner Kleinwort, Commerzbank). Enrico hat als Managing Director bei UniCredit eTrading-Plattformen und Risikomanagement-Lösungen aufgebaut. Wenn wir mit Ihrer Counterparty-Bank verhandeln, sprechen wir deren Sprache — und sehen die Spreads, die andere nicht sehen.

Wie eine Zusammenarbeit aussieht

Die meisten Mandate beginnen mit einem konkreten anstehenden Deal: ein Kaufvertrag wird vorbereitet, das Closing-Datum steht fest, und es entsteht Klarheit, dass das FX-Risiko nicht ungehedgt bleiben soll. Wir steigen ein mit einer kurzen Analyse der Deal-Struktur unter NDA, präsentieren zwei bis drei Strategie-Optionen mit ihren jeweiligen Kosten und Risiken, und begleiten dann die Umsetzung mit den ausgewählten Banken.

Für Häuser mit regelmäßigem Deal-Flow gehen wir oft einen Schritt weiter: ein Rahmenvertrag, der die FX-Beratung als Standard-Bestandteil jedes Deal-Prozesses etabliert. Das spart bei jedem einzelnen Deal Zeit und stellt sicher, dass FX-Themen früh genug im Deal-Team auf dem Radar sind.

Häufige Fragen

Was ist Deal-Contingent Hedging und wann brauche ich es?

Deal-Contingent Hedging schützt den vereinbarten Kaufpreis einer Transaktion gegen Wechselkursschwankungen zwischen Signing und Closing — fällt der Deal aus, verfällt auch das Hedge ohne Kosten für den Käufer. Das ist der entscheidende Unterschied zum klassischen Forward, der unabhängig vom Deal-Ausgang gesettelt werden muss.

Sie brauchen es typischerweise, wenn Sie eine Akquisition in fremder Währung tätigen, der Closing-Termin Wochen oder Monate in der Zukunft liegt und die FX-Exposure relativ zur Deal-Größe materiell ist. Die Komplexität liegt im Pricing und in der Banken-Auswahl — nicht jede Counterparty bietet das Produkt, und die Spreads variieren stark.

Wie unterscheidet sich FX-Hedging für PE-Häuser von Corporate-Hedging?

Corporate-Treasuries hedgen meist laufende Cashflows (Verkäufe, Einkäufe) über rollierende Programme. PE-FX-Hedging ist transaktionsgetrieben: einzelne, große, zeitlich klar definierte Exposures rund um Sign-to-Close, Add-on-Akquisitionen oder Exits. Die Instrumente sind ähnlich, die Strategie und das Timing sind komplett anders.

Hinzu kommt: PE-Häuser haben oft keine eigene Treasury-Infrastruktur und brauchen jemanden, der die FX-Strategie zwischen Fonds, Portfolio-Unternehmen und finanzierenden Banken orchestriert.

Arbeiten Sie mit unseren bestehenden Bankbeziehungen oder bringen Sie Counterparties mit?

Beides ist möglich. Wenn Sie etablierte Bankbeziehungen haben, optimieren wir die Konditionen und stellen sicher, dass die ISDA- und CSA-Dokumentation für den geplanten Hedge-Typ passt. Falls Sie zusätzliche Counterparties wollen — etwa um Spreads zu vergleichen oder Konzentrationsrisiken zu reduzieren — kennen wir den Markt und führen Sie durch den Onboarding-Prozess.

Wir sind unabhängig und erhalten keine Provisionen von Banken. Unsere Empfehlung folgt allein dem, was für die Transaktion das beste Ergebnis liefert.

Wann sollte FX-Beratung idealerweise in den Deal-Prozess eingebunden werden?

So früh wie möglich — am besten in der Due-Diligence-Phase. Die FX-Exposure und damit der nötige Hedge ist eine direkte Funktion der Deal-Struktur (Kaufpreis-Currency, Earn-out-Vereinbarungen, Finanzierungsstruktur). Wenn Sie diese Elemente FX-bewusst gestalten, sparen Sie später Hedging-Kosten und reduzieren Komplexität.

In der Praxis kommen wir oft erst ins Spiel, wenn der Deal schon strukturiert ist und das Hedge ad hoc abgeschlossen werden muss. Auch das funktioniert — aber der Hebel ist kleiner.

Wie ist der typische Ablauf einer Zusammenarbeit?

Erstgespräch (30 Minuten, unverbindlich). Wenn beide Seiten Sinn sehen, folgt eine kurze Phase mit Zugriff auf Deal-Unterlagen unter NDA — daraus entsteht ein Memo mit FX-Exposure-Analyse, Strategie-Optionen und Banken-Empfehlungen. Anschließend begleiten wir die Umsetzung bis zum Closing, einschließlich Pricing-Calls mit den Counterparties und Dokumentations-Review.

Für Häuser mit kontinuierlichem Deal-Flow strukturieren wir oft Rahmenvereinbarungen, die schneller pro Deal aktivierbar sind.

Unterstützen Sie auch beim Kauf von Unternehmen aus dem FX-Bereich?

Ja. Wenn Ihr Akquisitionsziel selbst im FX-Geschäft tätig ist — FX-Software, FX-Trading, Structuring oder Solutions — bringen wir die Sektor-Expertise ins Deal-Team, die eine klassische Due Diligence nicht abdeckt. Wir bewerten die FX-Plattform technisch (Pricing-Engines, Liquiditätsaggregation, Risiko-Systeme), prüfen Ertragsqualität und Wettbewerbsposition des Geschäftsmodells und identifizieren regulatorische Risiken und Lizenz-Abhängigkeiten, die den Deal-Wert materiell beeinflussen.

Damit beantworten wir die Frage, die über den Deal-Wert entscheidet: Tragen Technologie und Geschäftsmodell des Targets im FX-Markt von morgen? Auf Wunsch begleiten wir auch die Post-Merger-Integration und die Bewertung weiterer FX-Add-ons.

Klingt nach Ihrer Situation?

Lassen Sie uns 30 Minuten unverbindlich sprechen. Wir hören zu, geben eine erste Einschätzung — und wenn wir nicht der richtige Partner sind, sagen wir das auch.

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