02 / eTrading Consulting

eTrading & elektronischer FX-Handel.

Von der Plattform-Strategie über die Architektur bis zum Go-Live in der Produktion — wir kennen die Anbieterlandschaft, die Technologie und die Marktdynamik aus der täglichen Praxis.

Was wir im eTrading-Bereich tun

Wir beraten Banken und Handelshäuser entlang des gesamten eFX-Stacks — von der strategischen Frage „welche Rolle wollen wir im elektronischen FX-Markt spielen” bis zur operativen Detailfrage „wie viele Microsekunden Latenz können wir bei der Pricing-Engine herausholen”.

Die meisten Mandate fallen in eine dieser Kategorien: Aufbau einer neuen Plattform-Generation, Migration vom Legacy-System auf eine moderne Architektur, gezielte Optimierung einzelner Komponenten (Pricing, Hedging, Risk), oder strategische Neuausrichtung des eFX-Angebots im Lichte veränderter Kundenanforderungen.

Konkrete Themen

Plattform-Strategie. Welche Marktsegmente wollen Sie bedienen? Welche Produkte (Spot, Forwards, Swaps, NDFs, Optionen) gehören in den elektronischen Kanal? Welche Klientel-Tiers, welche Wettbewerbs-Positionierung? Das sind keine technischen Fragen — und genau deshalb werden sie oft falsch beantwortet.

Architektur und Technologie-Auswahl. Pricing-Engine, Aggregation, Smart Order Routing, automatisches Hedging (Back-to-Back oder Position-basiert), Limit-Order-Management, FIX-Connectivity, Risk-Reporting. Wir kennen die marktüblichen Lösungen und wissen, welche Komponenten Sie kaufen, white-labeln oder selbst bauen sollten.

Connectivity zu Multi-Dealer-Plattformen. Pricing in FXall, 360T, Bloomberg, FXSpotStream, EBS — jede Venue hat ihre eigenen Konventionen, ihre eigene Latenz-Charakteristik und ihre eigene Klientel. Wir helfen bei der Priorisierung, der Anbindung und der laufenden Hit-Ratio-Optimierung.

Algorithmic Execution. TWAP, VWAP, Implementation Shortfall, Internal Crossing, Liquidity Seeking — die Algo-Landschaft wird komplexer, und Klienten erwarten zunehmend Transparenz über Execution Quality (TCA). Wir beraten beim Aufbau der Algo-Suite und bei der Integration von Transaction Cost Analysis.

Regulatorische Themen. MiFID II Best Execution, FX Global Code, EMIR Reporting, Clearing-Themen für NDFs und Optionen. Diese Themen werden oft erst spät im Projektplan sichtbar — wir bauen sie früh in die Architektur ein, damit Compliance kein Nachgedanke ist.

Unsere Perspektive

Wir kommen vom Trading Floor. Stefan war fast drei Jahrzehnte bei BNP, Dresdner Kleinwort und Commerzbank — als FX-Sales, FX-Strukturierer und früh als Treiber des eFX-Geschäfts. Enrico hat bei UniCredit als Managing Director eTrading-Plattformen aufgebaut und FX-Risikomanagement-Lösungen wie UCHedge und Kristall geleitet.

Das heißt: Wir sind keine Generalisten-Berater, die FX als eines von vielen Themen mitnehmen. Wir kennen die Marktstruktur, die typischen Bottlenecks im Lebenszyklus eines Trades, und die Anbieterlandschaft aus eigener Anschauung. Wenn ein Vendor in der Präsentation behauptet, ihre Pricing-Engine sei „state of the art”, wissen wir, was diese Aussage konkret bedeutet — oder eben nicht.

Wie eine Zusammenarbeit anfängt

Meist beginnt es mit einem konkreten Anlass: eine Plattform-Entscheidung steht an, ein Projekt ist ins Stocken geraten, oder das Management will eine externe zweite Meinung zur Strategie. Wir steigen mit einem Workshop ein (ein bis zwei Tage), in dem wir den Status quo verstehen, die kritischen Fragen identifizieren und die nächsten Schritte gemeinsam priorisieren. Daraus entsteht ein Mandats-Scope, der so groß oder klein ist, wie es das Thema erfordert.

Häufige Fragen

Was ist eTrading im FX-Markt konkret?

Elektronischer FX-Handel (eFX) bezeichnet alles, was an Devisengeschäften über digitale Kanäle statt per Telefon abgewickelt wird — von Streaming-Quotes über Request-for-Quote (RFQ) bis zu vollständig algorithmischer Ausführung. Der Markt hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten praktisch komplett dorthin verlagert.

Für Banken bedeutet das: eigene Single-Dealer-Plattform, Anbindung an Multi-Dealer-Venues (FXall, 360T, Bloomberg, FXSpotStream), Pricing-Engine, Risikomanagement, automatisches Hedging und immer mehr algorithmische Ausführungslogik.

Build oder Buy — wann lohnt sich eine eigene Plattform?

Das hängt vom Geschäftsmodell ab. Für eine Bank mit großem Corporate-Book und differenzierten Klienten-Bedürfnissen lohnt sich oft eine eigene Plattform — sie ermöglicht Branding, individuelles Pricing und tiefe Integration mit den eigenen Risikosystemen. Für Häuser mit kleinerem Volumen reicht oft ein White-Label oder reine Anbindung an Multi-Dealer-Venues.

Wir helfen, diese Entscheidung datengetrieben zu treffen — basierend auf Volumen-Projektionen, Konkurrenzlandschaft und Total Cost of Ownership über fünf Jahre.

Welche Plattformen und Vendoren kennen Sie?

Aus der Praxis: FXall (LSEG), 360T (Deutsche Börse), Bloomberg FXGO, FXSpotStream, EBS, MarketAxess. Auf der Technologie-Seite: ION (Wallstreet Suite, Aphelion), Refinitiv (LSEG), Murex, sowie spezialisierte Pricing-Engine-Anbieter und Algo-Vendoren. Wir haben mit den meisten dieser Anbieter direkte Erfahrung — entweder als Klient auf der Bank-Seite oder im Rahmen von Beratungsmandaten.

Wie lange dauert ein typisches eTrading-Projekt?

Ein eTrading-Stack ist kein Sprint. Eine vollständige neue Single-Dealer-Plattform mit eigenem Pricing braucht typisch 12 bis 18 Monate vom Architektur-Entwurf bis Go-Live. Erweiterungen oder Migrationen lassen sich oft in 6 bis 9 Monaten umsetzen. Reine Plattform-Anbindungen sind in 2 bis 4 Monaten machbar.

Wir helfen, den Scope so zu schneiden, dass Sie früh produktiven Output sehen — statt am Ende eines langen Wasserfalls mit einem Big-Bang-Go-Live zu landen.

Klingt nach Ihrer Situation?

Lassen Sie uns 30 Minuten unverbindlich sprechen. Wir hören zu, geben eine erste Einschätzung — und wenn wir nicht der richtige Partner sind, sagen wir das auch.

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